WordPress 7.1 im Check: Neuerungen und Update-Tipps
WordPress 7.1 „Mary Lou“ ist am 19. August 2026 erschienen. Der Schwerpunkt liegt auf responsiven Styles, Bildverarbeitung im Browser, überarbeiteten Notes und neuen Blöcken. Aktuell ist bereits WordPress 7.1.1 (17. September) mit 11 Sicherheitskorrekturen. Wer noch auf 7.1.0 läuft, sollte direkt darauf aktualisieren.
ZUERST
Wichtiger als 7.1: das Update auf 7.1.1
WordPress 7.1.1 erschien am 17. September 2026 als Wartungs- und Sicherheitsupdate. Wer noch auf 7.1.0 läuft, sollte direkt darauf aktualisieren.
Was ist drin?
17 Fehlerkorrekturen im Core, weitere im Block-Editor und 11 Sicherheitskorrekturen.
Sofort aktualisieren
Wegen der Sicherheitskorrekturen empfiehlt WordPress ausdrücklich, Websites umgehend zu aktualisieren.
Ältere Versionen
Sicherheitskorrekturen werden zusätzlich in ältere Zweige zurückportiert. Aktiv unterstützt wird aber nur die jeweils aktuelle Version.
NEUERUNGEN
Was ist neu in WordPress 7.1?
Kein einzelnes Hauptfeature, sondern viele Verbesserungen im Arbeitsalltag.
Responsive Styles
Block-Stile lassen sich pro Bildschirmgröße direkt im Site Editor anpassen, in Global Styles oder in den Block-Einstellungen, ohne eigenes CSS. Themes können eigene Breakpoints in der theme.json festlegen.
Bilder im Browser verarbeiten
Komprimieren, Skalieren und Vorschaubilder übernimmt der Browser. Das entlastet den Server und umgeht PHP-Speicherlimits. Neu sind AVIF, HEIC und HDR-Gain-Maps sowie eine Bildbearbeitung mit Zuschneiden, Spiegeln und Drehen (Voraussetzungen unten).
Notes
Notizen lassen sich an bestimmte Textstellen hängen und unterstützen Fett, Kursiv, Code, Links und @-Erwähnungen. Pro Block sind mehrere Gespräche möglich.
Neue Blöcke
Tabs und Playlist, die Playlist optional mit Wellenform.
Interaktive Zustände
Button-Blöcke bekommen im Editor eigene Stile für Hover, Fokus und aktiven Zustand. Themes können über die theme.json weitere Zustände definieren.
Editor und Admin
Die Adminleiste bleibt in allen Editoren sichtbar, die Mediathek lädt per Endlos-Scrolling, und es gibt viele Verbesserungen bei der Barrierefreiheit.
NICHT DABEI
Was in 7.1 nicht enthalten ist
Der Schwerpunkt Zusammenarbeit betrifft die Notes. Einiges Geplante schaffte es nicht ins Release:
Echtzeit-Zusammenarbeit
Gleichzeitiges Bearbeiten durch mehrere Personen ist nicht Teil von 7.1.
Classic-Block bleibt
Der Plan, den Classic-Block aus dem Inserter auszublenden, wurde zurückgenommen.
React 19 vertagt
Das React-19-Upgrade wurde über 7.1 hinaus verschoben.
FÜR ADMINISTRATOREN
Was Betreiber wissen sollten
Für normale Anwender ändert sich wenig. Bei Hosting, eigenen Plugins und älteren Themes lohnt ein Blick.
Nur mit Chromium
Die Bildverarbeitung im Browser läuft in Chrome und Edge ab Version 137. Firefox und Safari nutzen automatisch weiter den Server. Abschalten lässt sie sich per Filter wp_client_side_media_processing_enabled.
CSP und Isolation
Setzt die Website eine Content Security Policy, muss worker-src den Eintrag blob: enthalten, sonst verarbeitet der Server. Der Editor nutzt dafür die Document-Isolation-Policy (Chromium 137+).
iFrame-Editor
Der Beitrags-Editor läuft für alle Themes im iFrame. Plugins, die direkt auf das Editor-Dokument zugreifen, sollten auf Kompatibilität geprüft werden. Außerdem wurde jQuery UI auf 1.14.2 aktualisiert.
Speculative Loading
Die Standardwerte lassen sich per Umgebungsvariablen oder Konstanten konfigurieren. Das ist vor allem für Hoster interessant.
Upload-Volumen
Der Browser lädt das Original und alle Vorschaubilder einzeln hoch. Die Datenmenge beim Upload steigt, die Last auf dem Server sinkt.
APIs für Entwickler
Abilities API, öffentliche SVG Icon API, Design System und neue Filter für die DataViews-Bildschirme im Site Editor.
ELEMENTOR
WordPress 7.1 und Elementor
Für Websites mit Elementor zählt das Zusammenspiel aus WordPress, Elementor, Elementor Pro, Add-ons und Theme.
Kompatibilität
Elementor 4.2.4 ist laut WordPress.org bis WordPress 7.1.1 getestet. Im Changelog vom 31. August 2026 steht die Anpassung der WordPress-Kompatibilität auf 7.1.
Trotzdem prüfen
Eine „getestet bis“-Angabe ersetzt keinen Test der eigenen Website. Entscheidend sind Elementor Pro, Add-ons, WooCommerce, Theme, Caching-Plugins sowie eigenes CSS und JavaScript.
Editor-Änderungen
Weil der Beitrags-Editor jetzt immer im iFrame läuft, sollten Plugins mit direktem Zugriff auf das Editor-Dokument getestet werden. Die Isolation wird auf Admin-Seiten mit anderer Aktion als „edit“ nicht aktiviert, damit Page-Builder funktionieren.
UPDATE-TIPPS
So aktualisieren Sie sicher
Einfache Websites mit aktuellen Plugins und gepflegtem Theme können das Update auf 7.1.1 grundsätzlich einplanen. Bei geschäftskritischen Websites, Elementor-Projekten oder vielen Plugins empfehlen wir Backup und Staging.
Backup
Dateien und Datenbank der Live-Website vollständig sichern.
Staging
Website auf eine Staging-Umgebung kopieren und dort WordPress und Plugins aktualisieren.
Testen
Elementor und Elementor Pro, Startseite und wichtige Unterseiten, Formulare, mobile Darstellung und bei Bedarf WooCommerce samt Zahlungsabläufen prüfen.
Live gehen
Erst nach erfolgreichem Test die Live-Seite aktualisieren, mindestens auf 7.1.1.
AUSBLICK
WordPress 7.2 kommt im Dezember
Laut Zeitplan erscheint WordPress 7.2 zwischen dem 8. und 10. Dezember 2026 als letzte große Version des Jahres. Termin und Umfang können sich noch ändern.
Beta ab 20. Oktober
Beta 1 ist für den 20. bis 22. Oktober geplant, Beta 4 für den 10. bis 12. November.
Release Candidates
RC 1 folgt vom 17. bis 19. November, RC 3 vom 1. bis 3. Dezember.
Geplant laut Roadmap
Notes-Zusammenarbeit (Vorschlagsmodus, Emoji-Reaktionen), mehr Sicherheit (Sudo-Modus, Secrets API, Application Passwords), neue Blöcke wie Description List und Table of Contents sowie ein neues Standard-Theme. Echtzeit-Zusammenarbeit ist dabei ausdrücklich nicht vorgesehen.
FAZIT
WordPress 7.1 ist ein solides Update
Responsive Styles, die Bildverarbeitung im Browser und die überarbeiteten Notes sind im Alltag interessant. Für Betreiber bestehender Websites zählt aber vor allem die Kompatibilität der eigenen Umgebung aus Core, Theme, Elementor, Elementor Pro und allen weiteren Plugins.
Wer Elementor nutzt, sollte eine für WordPress 7.1 freigegebene Version einsetzen und das Update trotzdem zuerst auf einer Staging-Umgebung testen. Und nicht bei 7.1.0 stehen bleiben: WordPress 7.1.1 enthält neben Fehlerkorrekturen 11 Sicherheitskorrekturen.
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