WordPress · Sicherheitsupdate · 17.09.2026

WordPress 7.1.1 released: 11 Sicherheitsfixes – jetzt aktualisieren

Am 17. September 2026 ist WordPress 7.1.1 erschienen. Das Wartungs- und Sicherheitsupdate behebt 17 Fehler im WordPress-Core und 11 Sicherheitsprobleme. WordPress selbst empfiehlt, Websites umgehend zu aktualisieren.

WordPress 7.1.1: Sicherheitsupdate mit 11 Sicherheitsfixes
Release: 17. September 2026
11 Sicherheitsfixes
17 Core-Bugfixes
Update umgehend empfohlen
Nächste Version: 7.2 im Dezember

BEHOBEN

Was steckt in WordPress 7.1.1?

WordPress 7.1.1 ist kein Funktionsrelease. Der Schwerpunkt liegt klar auf Sicherheit und Fehlerkorrekturen. Die Liste der Sicherheitskorrekturen steht im offiziellen Release-Beitrag.

Cross-Site-Scripting

Zwei der Lücken sind Stored-XSS-Probleme: in wpautop() (auslösbar durch Besucher, sofern ein Kommentar freigegeben wird) und in einigen Themes mit benutzerdefinierten Headern.

HTML-API und Themes

In der HTML-API konnte set_modifiable_text() aus einem Kommentar ausbrechen. Speziell präparierte URLs konnten ein inaktives Theme aus dem Verzeichnis installieren und in der Vorschau öffnen.

Berechtigungen

Fehlende Prüfungen betrafen unter anderem Multisite (Network-only-Plugins netzwerkweit aktivieren), XML-RPC (Customizer-Änderungen an der CSS-Prüfung vorbei veröffentlichen), das Überschreiben fremder Beiträge ab der Rolle Mitarbeiter und das Umhängen von Kommentaren durch beliebige angemeldete Nutzer.

Pfad-Traversal

Ein Path-Traversal-Problem im REST-Templates-Controller ließ sich mit einem angemeldeten Konto ausnutzen.

Informationsoffenlegung

Durch fehlende Prüfungen waren der Titel eines privaten Elternbeitrags und die Slugs von Entwürfen oder ausstehenden Beiträgen einsehbar (ab der Rolle Mitarbeiter).

Fehlerkorrekturen

17 Fehler im WordPress-Core und weitere im Block-Editor wurden behoben.

EMPFEHLUNG

Warum das Update nicht warten sollte

Bei einem Security Release lässt sich der Zeitpunkt nicht frei wählen. WordPress empfiehlt, Websites umgehend zu aktualisieren.

1

Öffentlich erreichbar

Das gilt für alle Websites, die aus dem Internet erreichbar sind.

2

Konto vorausgesetzt

Viele der Lücken setzen ein angemeldetes Konto voraus. Mehr Angriffsfläche haben typischerweise Websites mit Registrierung, mehreren Autoren oder Kommentarfunktion.

3

Nicht auf 7.2 warten

7.1.1 ist ein Kurzzyklus-Release. Die nächste Hauptversion 7.2 ist erst für Dezember geplant.

Automatische Updates

Websites mit aktivierten Hintergrund-Updates starten die Aktualisierung von selbst.

Noch auf 7.1.0?

Wer eine ältere 7.1-Version einsetzt, sollte direkt auf 7.1.1 wechseln.

Ältere Zweige

Sicherheitskorrekturen werden zusätzlich in ältere Zweige zurückportiert (derzeit bis 4.7), aktiv unterstützt wird aber nur die aktuelle Version.

VOR DEM UPDATE

Backup und kurzer Funktionstest

Auch ein kleines Update sollte auf einer wichtigen Website nicht völlig ungeprüft eingespielt werden. Bei einem Security Release sollte der Test allerdings zügig laufen.

1

Backup

Ein aktuelles Backup mit Datenbank, WordPress-Dateien und Uploads anlegen.

2

Staging

Bei geschäftlich genutzten Websites das Update zuerst auf einer Staging-Umgebung durchführen, ohne die Live-Website anzufassen.

3

Testen

Startseite und wichtige Unterseiten, Kontaktformulare, Login, Navigation und mobile Darstellung. Bei Bedarf Elementor, WooCommerce (Warenkorb, Checkout) sowie individuelle Plugins und Theme-Funktionen.

4

Live gehen

Wenn alles funktioniert, das Update auf der Live-Website durchführen.

ELEMENTOR

WordPress 7.1.1 und Elementor

Bei Websites mit Elementor lohnt ein Blick auf die installierten Versionen.

Kompatibilität

Elementor 4.2.4 hat seine WordPress-Kompatibilität auf 7.1 aktualisiert (Changelog vom 31. August 2026) und ist laut WordPress.org bis 7.1.1 getestet.

Nicht nur der Core

Elementor, Elementor Pro, Theme und zusätzliche Plugins müssen zusammenpassen. Auch Elementor 4.2.4 enthält laut Changelog eine Sicherheitsverbesserung, deshalb sollten Plugins ebenfalls aktuell sein.

Staging bei größeren Websites

Deshalb halten wir bei umfangreicheren Websites einen Staging-Test für sinnvoll.

FAZIT

Ein kleines Release, das man nicht übersehen sollte

WordPress 7.1.1 bringt keine neuen Funktionen und keine neue Oberfläche. Der Vorteil: Bekannte Fehler und Sicherheitsprobleme sind behoben, und die 7.1-Reihe bleibt auf dem aktuellen Stand. Wer WordPress 7.1 einsetzt, sollte auf 7.1.1 aktualisieren.

17 Core-Bugfixes und 11 Sicherheitsfixes sprechen für ein zeitnahes Update. Bei einer einfachen Website ist es meist schnell erledigt. Bei Websites mit Elementor, WooCommerce oder vielen Erweiterungen lohnt sich vorher ein kurzer Staging-Test.

Unser üblicher Ablauf: Backup → Staging → Update → Funktionstest → Live. So bleibt WordPress aktuell, ohne unnötiges Risiko im laufenden Betrieb.

Mehr zu den Neuerungen der Version: WordPress 7.1 im Check.

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