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UniFi Network 11: Alle Neuerungen und wichtige Upgrade-Hinweise

Mit UniFi Network Application 11.0.83 veröffentlicht Ubiquiti einen umfangreichen Versionssprung: neue Oberfläche, aber auch eine veränderte technische Grundlage. PostgreSQL-Datenbank, Live Flows, externe Network Lists, WLAN als Backup-Internetzugang und Matter-Thread-Monitoring gehören zu den größten Neuerungen – dazu kommen wichtige Einschränkungen, die vor einem Upgrade bekannt sein sollten.

UNIFI NETWORK 11 · EINGEORDNET VON RDDZ
● Release Candidate – noch keine stabile Version
PostgreSQL
Neue Datenbank-Grundlage
Live Flows
Verbindungen live kontrollieren
Zone-Based FW
Automatische Migration aller Sites
Statistik-HistorieGeht beim Update verloren
USG-GatewaysNicht mehr unterstützt
FirewallAutomatische Umstellung

Stand: Release Candidate 11.0.83, Oktober 2026.

✓ Neue Datenbank-Grundlage mit PostgreSQL und skalierbarer Statistik-Engine
✓ Live Flows: aktive Verbindungen direkt am Gateway anzeigen und beenden
✓ Externe Network Lists und WLAN als Backup für den Internetzugang
✓ Matter-Thread-Monitoring für Smart-Home-Geräte im Netzwerk
✓ USG-Support und klassischer Network Application Server entfallen
Abstrakte Netzwerk-Topologie-Illustration zu den Neuerungen von UniFi Network 11 im RDDZ-Markenstil

TECHNISCHE GRUNDLAGE

PostgreSQL und neue Statistik-Engine: der Unterbau wird ausgetauscht

Eine der größten Änderungen betrifft nicht eine sichtbare Funktion, sondern die interne Architektur von UniFi Network.

🗃

Datenbank wird auf PostgreSQL umgestellt

Die bisherige Anwendungsdatenbank wird durch PostgreSQL abgelöst – eine deutlich belastbarere Grundlage für größere Installationen.

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Skalierbarere Statistik-Engine

Ubiquiti führt parallel eine neue Engine für die Verarbeitung von Statistiken ein, inklusive Fehlerkorrekturen bei Installationen mit vielen Sites.

⚙

Mehr Stabilität im Hintergrund

Der neue Unterbau soll die Anwendung insgesamt stabiler machen – gerade bei Umgebungen mit vielen verwalteten Standorten.

⚠

Wichtig: Statistik-Historie geht verloren

Beim Update wird die vorhandene Statistik-Historie gelöscht, die Anwendung beginnt danach mit dem Aufbau neuer Daten. Wer langfristige Auswertungen oder historische Netzwerkdaten für Vergleiche braucht, sollte diesen Verlust vor der Migration einplanen.

Unsere Einordnung

Ein Datenbankwechsel dieser Größenordnung ist kein kosmetisches Update. Wer auf historische Statistiken angewiesen ist, sollte vorab einen eigenen Export oder Screenshot der relevanten Zeiträume anlegen.

NEUE FUNKTIONEN

Mehr Kontrolle im Netzwerkalltag

Neben dem technischen Unterbau bringt Version 11 auch eine Reihe praktischer Funktionen für den laufenden Betrieb mit.

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Live Flows

Aktive Verbindungen lassen sich direkt am Gateway anzeigen und bei Bedarf gezielt beenden – praktisch bei der Fehlersuche. Voraussetzung: UniFi OS 6.0.10 oder neuer.

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Externe Network Lists

Domain- und IP-Listen lassen sich aus externen Quellen importieren, statt sie nur manuell zu pflegen. Ebenfalls ab UniFi OS 6.0.10.

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WiFi Uplink als Backup

Unterstützte Gateways mit eigenem WLAN-Radio können sich mit einem WLAN in der Umgebung verbinden und dieses als Ausweichmöglichkeit nutzen, falls der reguläre Internetzugang ausfällt. Unterstützt werden Dream Router 7 (UDR7), Dream Router 5G Max (UDR-5G-Max), UniFi Express 7 (UX7) und Cloud Gateway Industrial (UCG-Industrial) – jeweils mit UniFi OS 6.0.10 oder neuer.

SMART HOME & CLIENTS

Matter-Thread-Monitoring und mehr Kontrolle bei Clients

Dort, wo Netzwerkverwaltung und Smart-Home-Infrastruktur zusammenkommen, erweitert UniFi Network 11 die Sichtbarkeit deutlich.

Matter-Thread-Geräte lassen sich hinsichtlich Status und Verbindung überwachen – vorausgesetzt, das UniFi OS Gateway läuft mit Version 6.0.10 oder neuer, mDNS ist aktiviert und IPv6 ist in dem Netzwerk eingeschaltet, in dem sich die Thread Border Router befinden. Da IPv6 in UniFi standardmäßig deaktiviert ist, lohnt sich gerade bei IoT-Netzen ein Blick in die Einstellungen.

UniFi beobachtet die Geräte dabei nur – eine Steuerung findet nicht statt. Parallel wird die Client-Verwaltung ausgebaut: Icons für Client-Geräte lassen sich jetzt generieren, mehrere Clients gleichzeitig bearbeiten, entfernen oder blockieren, und ein neuer Alarm informiert über Verbindungsänderungen.

Wichtig: Die Release Notes sprechen ausdrücklich vom Generieren von Client-Icons – nicht vom Hochladen eigener Bilder als Gerätebild. Beide Funktionen sollten nicht verwechselt werden.

ANALYSE & ROUTING

Topology, SD-WAN und Traffic Flows im Detail

Auch bei Netzwerkübersicht und Routing-Entscheidungen hat sich mit Version 11 einiges verändert.

🌐

Topology und Time Machine

Time Machine wurde in die Topology-Seite integriert, die Animationen des Netzwerkverkehrs verbessert und das Laden bei großen Sites optimiert. Der zuletzt genutzte Zustand (geöffnet/geschlossen) wird sich nun gemerkt.

🛡

SD-WAN: ziel- und leistungsbasiert

Neue Richtlinien ermöglichen Routing nach Hub-Auswahl, WAN-Priorität sowie Schwellenwerten für Paketverlust, Latenz und Jitter. Voraussetzung ist Site Manager 5.10.2 oder neuer.

🌎

IPIP-WAN für Japan

Zusätzlich ergänzt Ubiquiti IPIP-WAN-Unterstützung für japanische IPv4-over-IPv6-Dienste – ein eher regionales, aber nicht unerhebliches Detail.

Traffic Flows und Firewall: mehr Kontext

Erlaubte Verbindungen zeigen jetzt den Namen der zugehörigen Firewall-Policy, eine neue Anwendungsspalte samt Filter erleichtert die Zuordnung, Flows lassen sich direkt in Firewall Policies protokollieren und lokale DNS-Anfragen werden korrekt als DNS erkannt. Die neuen Firewall-Policy-Namen und der Anwendungsfilter setzen UniFi OS 6.0.10 oder neuer voraus.

IM DETAIL

Weitere Verbesserungen im Überblick

Netzwerk, WLAN & Switching

Verbessertes Channel AI inkl. Länderauswahl, korrigierte Kanalempfehlungen für Outdoor-APs, stabilere Switch-Stacks, bessere Validierung des IGMP-Snooping, höhere VLAN-Grenze ohne adoptiertes Gateway sowie System-Logs für Subnet-Overlaps.

VPN, Routing & Firewall

Überarbeitete Bedienung bei VPN- und Routing-Einstellungen, neue Verschlüsselungsoptionen AES-192-CBC und AES-128-CBC für Site-to-Site-OpenVPN, behobene Fehler bei SD-WAN-Hub-Spoke-Tunneln nach WAN-Änderungen sowie bei der Isolation von Netzwerken gegenüber der VPN-Zone.

VOR DEM UPDATE

Was vor dem Upgrade zu beachten ist

UniFi Network 11.0.83 ist ein Release Candidate und benötigt mindestens UniFi OS 6.0. Diese Schritte sollten vorher geprüft werden:

1

Backup erstellen

Konfiguration sichern und prüfen, wie eine Wiederherstellung im Fehlerfall abläuft.

2

Hardware kontrollieren

Prüfen, ob noch USG-Gateways oder ein klassischer Network Application Server im Einsatz sind.

3

Statistikverlust einplanen

Wichtige historische Auswertungen vorher sichern – die Statistik-Historie wird beim Update gelöscht.

4

Firewall-Konfiguration prüfen

Alle Sites werden automatisch auf die Zone-Based Firewall migriert. Besonders bei Kombinationen mit Fremd-Routern oder individuellen LAN-In/LAN-Local-Regeln lohnt ein genauer Blick danach.

5

Voraussetzungen prüfen

UniFi OS und, für die neuen SD-WAN-Richtlinien, Site Manager müssen die geforderten Mindestversionen erfüllen.

6

Release-Status beachten

11.0.83 ist ein Release Candidate, kein stabiles Release. In produktiven Umgebungen sollte man damit entsprechend vorsichtig umgehen.

7

Genug Zeit einplanen

Das Upgrade selbst kann laut Ubiquiti bis zu 20 Minuten dauern, einzelne Geräte können danach noch etwas länger für die Neuprovisionierung brauchen.

FAZIT

UniFi Network 11 ist ein größerer Umbau

UniFi Network 11 ist deutlich mehr als ein gewöhnliches Funktionsupdate. Die Migration auf PostgreSQL, die neue Statistik-Engine, Live Flows, externe Network Lists und WiFi Uplink erweitern die Plattform technisch wie funktional. Auch SD-WAN, die Analyse von Traffic Flows, die Topology-Ansicht und die Verwaltung von Clients werden weiterentwickelt.

Gleichzeitig bringt die Version wichtige Einschränkungen mit: Die Statistik-Historie geht verloren, USG-Gateways werden nicht mehr unterstützt und selbst gehostete Installationen sollen auf UniFi OS Server umgestellt werden. Die automatische Migration auf die Zone-Based Firewall verdient dabei besondere Aufmerksamkeit.

Unsere Empfehlung: Hardware, bestehende Firewall-Regeln und benötigte Statistiken vor dem Upgrade prüfen. Da 11.0.83 aktuell als Release Candidate geführt wird, sollte die Version in produktiven Umgebungen nicht unüberlegt installiert werden.

FAQ

Häufige Fragen zu UniFi Network 11

Nein. Ubiquiti führt die Version aktuell als Release Candidate, also als Vorabversion. Das Update wird schrittweise verteilt und ist deshalb möglicherweise nicht bei jeder Installation sofort verfügbar. Für produktive Umgebungen empfiehlt sich ein vorsichtiger Umgang.
Die vorhandene Statistik-Historie wird beim Update gelöscht, da die Datenbank auf PostgreSQL migriert und die Statistik-Engine ausgetauscht wird. Danach beginnt die Anwendung mit dem Aufbau neuer Daten.
Nein. Die Unterstützung für USG-Gateways wurde entfernt. Laut Ubiquiti ist Network 10.6 die letzte Version, die USG unterstützt – wer noch USG-Hardware betreibt, sollte vor einem Update die weitere Planung klären.
Aktuell Dream Router 7 (UDR7), Dream Router 5G Max (UDR-5G-Max), UniFi Express 7 (UX7) und Cloud Gateway Industrial (UCG-Industrial) – jeweils mit UniFi OS 6.0.10 oder neuer. Gateways ohne eigenes WLAN-Radio unterstützen die Funktion nicht.
Der bisherige Network Application Server wird nicht mehr unterstützt. Ubiquiti empfiehlt für Self-Hosting den Wechsel auf UniFi OS Server, für alle anderen Installationen weiterhin ein UniFi Cloud Gateway.

UniFi-Netzwerk sicher auf Version 11 bringen?

Ob Bestandsaufnahme der Hardware, Prüfung der Firewall-Konfiguration oder begleitetes Update: RDDZ unterstützt dich dabei, UniFi Network 11 kontrolliert einzuführen – statt Überraschungen im produktiven Betrieb zu riskieren.